Siegreiche Liebe (4/7)

Greg erinnerte uns daran, dass Menschen bereits seit dem “Sündenfall” ein Verlangen danach haben, Gott gleich zu sein. Das zeigt sich oft in unserer Neigung, andere zu richten und zu versuchen, das Verhalten anderer zu steuern. Natürlich haben wir weder die Befugnis noch die Macht, diese Dinge zu tun. Aber oft projizieren unseren Wunsch danach auf Gott. In der Tat passiert genau das in vielen Vorstellungen, welche die Menschen sich über Gott und andere “Götter” während der Menschheitsgeschichte machten.

Viele Religionen stellen sich die Überlegenheit ihres eigenen Gottes in erster Linie in der Form von Macht vor, welche die Ereignisse, die in dieser Schöpfung geschehen, lenkt und steuert. Wir alle neigen dazu zu glauben, dass unser Gott sozusagen “der stärkste kosmische Kerl im Quartier” ist. Doch die Vision über den wahren Gott, welcher uns in Christus offenbart wurde, ist ganz anders!

Greg fasste den Gedanken des Apostels Paulus in 1. Kor. 1 auf diese Weise zusammen:
Paulus’ Kriterium der Dummheit
Wenn eine Auffassung über Gottes Macht nicht beschämend schwach und unsinnig aussieht, dann ist es nicht die biblische Auffassung über Gottes Macht.

Ein Beispiel, wie dies im Leben von Jesus aussah, findet sich in Johannes 13:2-5. Nach weltlichen Maßstäben scheint es dumm und schwach, als Jesus die Füße derer wäscht, die ihn verraten und verleugnen werden. Aber in Tat und Wahrheit setzt Gott seine Macht genau so ein.

Als Jesu Lage noch schlimmer wurde, sorgte er sich nicht darum die Kontrolle über die Situation zu verlieren, sondern darum, denjenigen zu verzeihen, die ihn ablehnten und erniedrigten (Lukas 23,34).




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