Gregory A. Boyd

Greg

Greg Boyd wurde 1957 geboren und in der Tradition der römisch-katholischen Kirche erzogen.
Er erlebte keine einfache Kindheit. Als er erst zwei Jahre alt war, starb seine Mutter. Er war hyperaktiv und stotterte. Deswegen hielt man ihn in der Schule für ein dämonisches und dummes Kind.

Sein Vater heiratete ein zweites Mal. Die Stiefmutter, welche oft nahe an einem Nervenzusammenbruch war, kam mit den eigenen Kindern und den Kindern des neuen Mannes nicht zurecht. Als hyperaktives Kind litt Greg oft unter dieser Situation.

Als Jugendlicher wurde Greg Atheist. Dadurch fühlte er sich frei von Angst vor dem Tod und der Hölle. Allerdings war damit seine geistliche Suche noch nicht beendet. Er suchte nach dem Sinn des Lebens in östlichen Religionen und in Drogen. 1973, nach einer ernüchternden Erfahrung mit Drogen, entschied er sich, diese nicht weiter zu konsumieren.

Stattdessen begann er, sich für Philosophie zu interessieren und dort nach dem Sinn des Lebens zu suchen. Verschiedene Erlebnisse führten ihn schließlich zu Christus. Greg Boyd selber war der Meinung, dass Religion eine Krücke für Schwache sei. Einer seiner Freunde forderte ihn heraus, indem er die Aussage umdrehte: „Was ist, wenn dein Unglaube nur eine Krücke ist, weil du mit der Wahrheit nicht zurecht kommst, dass wir alle einmal vor unserem Schöpfer Rechenschaft ablegen werden?“ Das brachte Greg zum Nachdenken. Das Lesen von Kierkegaard half ihm auch weiter. Kierkegaard war, genauso wie Greg Boyd, der Meinung, dass das Leben sinnlos sei, doch fügte er hinzu, dass das Leben wirklich Sinn erhalten kann, wenn die Menschen Christus annehmen.

Als ihn seine Freundin zur Kirche einlud, begann er den Gottesdienst zu besuchen und sah, was Gott unter diesen Menschen tat. 1974, nach seinem 17. Geburtstag, wurde Greg Boyd ein Nachfolger Christi.

Nachdem er zum Glauben gekommen war, setzte Greg sein Studium in Philosophie und dann auch Theologie fort. 1979 erhielt er den Abschluss Bachelor of Arts in Philosophie von der Universität Minnesota. 1982 erhielt er den Magister der Theologie (cum laude) der Theologischen Fakultät der Universität von Yale und 1988 den Doktortitel (summa cum laude) des Theologischen Seminars der Universität Princeton.

Von 1986 bis 2002 war Greg Boyd Theologieprofessor an der Universität Bethel in St.Paul, Minnesota, wo er Auszeichnungen für herausragenden Unterricht (Teaching Excellence Award ) und Leiterschaft (Campus Leadership Award ) erhielt.

1992, auf Anfrage der Leitung der General Baptist Convention, gründete Greg Boyd, zusammen mit weiteren Mitarbeitern, die Gemeinde „Woodland Hills“ in der Stadt St.Paul, Minnesota. Bis heute ist er dort als leitender Pastor tätig.

In 2000 gründete er „Christus Victor Ministries“, eine Organisation, welche jetzt „ReKnew“ heisst. Damit erreicht er sowohl Skeptiker wie auch Gläubige weit über den Rahmen der Ortsgemeinde hinaus.

Greg Boyd ist Autor und Mitautor von mehr als 23 Büchern. Am bekanntesten ist „Briefe eines Skeptikers“, ein echter Briefwechsel, den er mit seinem eigenen Vater führte, worin er auf all die skeptischen Fragen des Vaters zum christlichen Glauben antwortet. Als Folge dieses Briefwechsels kam sein Vater zum Glauben. Dieses Buch wurde in viele Sprachen übersetzt, unter anderem auch ins Deutsche (zurzeit leider vergriffen). Insbesondere seine apologetischen Werke und seine öffentlichen Debatten über die historische Echtheit von Jesus und über das Problem des Bösen halfen vielen Skeptikern, zum Glauben zu finden. Seine Bücher und Seminare über geistliche Veränderung haben einen starken, befreienden Einfluss auf Tausende Gläubige.

Greg Boyd ist leidenschaftlich davon überzeugt, dass sich Glaube und Verstand nicht gegenseitig ausschließen. Seiner Meinung nach sind Verstand und Herz für Kongruenz geschaffen. Mit Mut verteidigt er einen christlichen Glauben, welcher die Wissenschaft mit einschließt, Religion ablehnt, und über die Grenzen von Politik und Nationalismus hinausgeht; einen Glauben, der zu radikaler, sozial aktiver Jüngerschaft herausfordert, welche durch die aufopfernde Liebe Jesu am Kreuz definiert wird.

Greg und seine Frau Shelley sind seit 1980 verheiratet. Sie haben drei Kinder und fünf Enkelkinder und leben in St.Paul, Minnesota.

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