2010-05-23_boyd_bevollmaechtigende-liebe

Bevollmächtigende Liebe (7/7)

In der Serie Skandalöse Liebe haben wir die lebenswichtige Wahrheit “Gott ist Liebe” betont und versucht zu erklären, was das bedeutet, wenn wir uns Gott vorstellen. Dieses Wochenende wies Greg Boyd darauf hin, dass wir als Nachfolger Jesu dazu berufen sind, Gottes Liebe in dieser Welt zu widerspiegeln. Wir sollen ein Leben der Liebe leben, als Nachahmer Gottes. Wir sollen alles aus Liebe tun und in der Gemeinschaft der Liebe mit anderen Nachfolgern Christi leben.
Deshalb stellen Menschen oft Fragen im Sinne von „Wie kann ich mehr von dieser Liebe kriegen?“ oder „Wie kann ich liebender werden?“ Allerdings steckt in der Annahme hinter diesen Fragen ein Problem: Man ist auf sich selbst konzentriert, als ob die Quelle der Liebe in uns läge. Im Kontrast hierzu weist Greg darauf hin, dass wir aus und in uns selber wie schwarze Löcher sind, welche eigennützig alles um uns herum verzehren.
Aus diesem Grund versuchen wir Liebe mit anderen in einer vertragsähnlichen Beziehung zu praktizieren, welche über Selbstschutz und Bewertung des Gegenübers definiert wird. Gott hingegen ist überfliessende Liebe und diese Liebe fliesst in unser Leben hinein so dass wir grosszügig Liebe an andere weitergeben können, ohne ständig um Selbstschutz bemüht zu sein und ohne die anderen zu bewerten.
Dies bringt uns zum zentralen Abschnitt dieser Woche aus dem 2. Korintherbrief. Dort lernen wir, dass die Liebe uns treibt für Christus zu leben.
Zuerst einmal „ist einer für alle gestorben, und deshalb sind alle gestorben.“ Gottes Liebe hängt nicht davon ab, ob wir sie wollen oder nicht, anerkennen oder nicht, und nicht einmal davon, ob wir sie annehmen. Es ist einfach eine Tatsache, dass Christus aus Liebe für alle gestorben ist.
Zweitens, „sind wir überzeugt“ von der Tatsache, dass Christus für alle gestorben ist. Wenn wir unser Verhalten ändern und liebender werden wollen, dann beginnen wir mit unseren Überzeugungen, und dies wird nachher unser Leben beeinflussen.
Verhaltensänderung geschieht nicht, indem man eine gewisse Gebetsformel benutzt, bestimmte Bücher liest oder eine ausgewählte Disziplin entwickelt. Vielmehr hängt sie davon ab, dass wir uns selbst wirklich als tot betrachten und daher grosszügig lieben können weil Christus uns zuerst geliebt hat.

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